Feldegger Schlossgeschichte:

Die Feldegger Schlossgeschichte wurde von Georg Hanreich aufgearbeitet. Nun wird diese im Feldegger Geschichtspfad am Teich installiert und ist Besuchern von Anfang Mai bis Ende September frei zugänglich. Nutzen Sie die Gelegenheit, bei der Begehung des Granatzweges die Schleife Feldegg, Pram, zu gehen.

 


1419 Erbauung des ersten Schlosses durch Thomas Pillch zu Paumgarten, vermutlich in der Nähe des Döblerbauerngutes.

1453 erstmalige Erwähnung von Schloss Feldegg  in einem Urteil von Burghausen.

1461 Hanns Pillch ist Besitzer des zweiten Schlosses, das nördlich des heutigen Gebäudes stand.

1589 - 1593 wird das dritte, heute noch bestehende Schloss vom Ehemann der Urenkelin Hanns Pillchs, Christof Abraham von Retschan zu Feldeck und Riedau, erbaut. Er stiftet auch einen figurenreichen Gedenkstein (Epitaph) zu Ehren seiner Voreltern, der an der Nordostseite der Pfarrkirche von Pram eingemauert ist.

1712 Johann Achaz Gottfried Wiellinger (Enkel des berühmten Bauernkriegsführers und Besitzer des Nachbarschlosses Hinterndobl) kauft Feldegg vom letzten der salzburger, ursprünglich steirischen Freiherrn von Pranckh.

1777 Franz Xaver Fuchs, Mesner in Ried, zeichnet die Pfarrkirche von Pram mit der ersten authentischen Darstellung von Feldegg im Hintergrund. Die originale Zeichnung ist erhalten.

1811 Unter Felix de Roo brennt am 6. September das Dach des Schlosses, der Getreidespeicher und das Jägerhaus ab. Der auf der Zeichnung von F.X.Fuchs erkennbare Zwiebelturm wird nicht mehr aufgebaut.

1852 Vom Eigentümer der Schlösser Feldegg, Hinterndobl und Innersee Max von Heyß übernimmt die vormalige Glashüttenbesitzerin in Schneegattern, Karoline Hauer, Feldegg. Ihr 1848 in Haag am Hausruck geborener Enkel Karl Klostermann entwickelt sich in Böhmen zum tschechischen Gegenstück des Böhmerwalddichters Adalbert Stifter.

1913 erwarb nach häufigem Besitzwechsel im 19. Jahrhundert der berüchtigte Güterschlächter Georg Kaisinger das Schloss. Er zerteilt den zuvor 40 Joch umfassenden Grundbesitz bis auf 5 1/2 Joch und läßt drei Seiten des Wirtschaftsgebäudes abreissen. Sein Vorbesitzer, der Besitzer der Furthmühle in Pram, Josef Irger-Berger, läßt sich von dem Erlös des Verkaufes eine Jugendstilvilla direkt neben der Furthmühle in Pram erbauen.

Während des 1. Weltkrieges wurden im Schloss in 3 Gruppen bis zu insgesamt 200 Trientiner und Galizische Flüchtlinge einquartiert, die das Schloss total verwüsteten.

1917 rettet der Kunsthistoriker Alfred Walcher, Ritter von Molthein, das Schloss vor dem Verfall und adaptiert es bis zu seinem Tode 1928 als Sommersitz. Von seinem Sohn Hans Georg, der es mit seinen beiden Schwestern Bernhardine und Leopoldine bewohnte, erwirbt es

1964 der heutige Besitzer, Dipl. Ing. Georg Hanreich, der es mit seiner Frau und seit

1972 Mitbesitzerin, Dkfm. Liselotte Hanreich, geborene Eisenhardt, kontinuierlich und mit großem persönlichen Einsatz restauriert und den modernen Lebensbedingungen anpasst.

1989 Festjahr aus Anlass der 400 Jahr-Feier vom jetzigen Bau des Schlosses Feldegg wird ein  Gedenkjeton aufgelegt und es gibt zahlreichen Veranstaltungen.

1992 Wiederaufstellung des Troadkastens von 1726 aus Engelhartszell als Galerie im Troadkasten für Ausstellungen. In den Sommermonaten gibt es seither kulturelle Veranstaltungen.

1993 Adaptierung der Möbelrestaurierwerkstätte von Bernhard Hanreich im Wirtschaftsgebäude.

www.moebelrestaurator-hanreich.at

1998 Ausbau des Malerateliers von Lilly Hagg im Dachboden des Wirtschaftsgebäudes.

2001 wird der Verein "Freunde von Schloss Feldegg" gegründet, der seither die kulturellen Aktivitäten trägt.

2002 Bernhard Hanreich, Restaurator, übernimmt den Anteil des Schlosses von Lotte Hanreich, saniert die Teiche,  und restauriert einige Räume und die Fassade des Schlosses.

 

Die Schlossgeschichte ist im globalen Zusammenhang auch im Geschichtszelt am Teich dargestellt und zu den Öffnungszeiten frei zugängig